„Fast Fashion“ – arte Dokumentation

| Aktuelles, Wissenswertes

Design, Material, Produktion, Vertrieb – arte hat die Zustände in der Fast Fashion Industrie in seiner aktuellen Dokumentation erneut unter die Lupe genommen. Quintessenz ist eine Tatsache, die wir schon lange kennen: Beim Kauf von Billigmode müssen andere den wirklichen Preis zahlen.

Ein Thema, dass uns alle angeht, denn nicht nur die Umweltverschmutzung macht vor niemandem Halt. Daher ist es nicht nur wichtig, dass wir mit Alma & Lovis weiterhin auf zertifizierte Eco Fashion setzen – wir möchten euch die Dokumentation ans Herz legen: Zum Weitersagen!

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arte Dokumentation | Fast Fashion – Die dunkle Welt der Billigmode

Nach dem Motto „immer mehr, immer günstiger“ hat sich die Textilbranche grundlegend verändert. Nicht ohne Folgen.

Fast Fashion hat die Textilbranche von Grund auf verändert. Die Bekleidungsindustrie überschüttet den Planeten geradezu mit Textilien: 56 Millionen Tonnen Kleidung werden jährlich verkauft. Influencer und Neuromarketing sorgen für steigenden Absatz. Doch die Billigkleidung hat einen hohen Preis wie etwa prekäre Beschäftigungsverhältnisse und die katastrophale Umweltbilanz.

arte Dokumentation | 92 Min.
Verfügbar bis 06/06/2021

Nie zuvor wurden so viele Kleidungsstücke hergestellt wie heute: 100 Milliarden jedes Jahr.

Die internationalen Konzerne liefern sich einen ständigen Wettlauf um neue Mode und höhere Profite. Diese gigantische Expansion soll anhalten: Dem Industriezweig wird bis 2030 ein Wachstum um 60 Prozent prognostiziert. Fast Fashion bedeutet erschwingliche Mode für alle. Möglichst viele Menschen werden in immer kürzeren Abständen mit Billigkollektionen versorgt. Vorreiter ist die Marke Zara. Jedes Jahr bringt der spanische Mode-Gigant 65.000 neue Modelle hervor.

Klamotten shoppen ist zu einer echten Freizeitbeschäftigung geworden, gewaltig befeuert von den sozialen Netzwerken: Die Hälfte aller Instagram-Posts dreht sich um Fashion und Beauty. So beeinflussen die Marktführer der Fast Fashion mit Unterstützung einschlägiger Experten des Neuromarketings das Kaufverhalten ihrer Kunden. Fast Fashion profitiert vom E-Commerce. Keine Anprobe mehr im Geschäft, der Kunde bestellt online, lässt sich das Kleidungsstück liefern – und wenn es ihm nicht gefällt, schickt er es einfach zurück. Wegwerfkleidung und Wegwerfarbeit: Dafür steht eine Armee von Boten bereit, deren Arbeitsbedingungen mehr als prekär sind.

Die Textilindustrie ist die Branche mit der zweitschlechtesten Umweltbilanz.

Die aus Holzfasern gewonnene Viskose – der Lieblingsstoff der Fast-Fashion-Hersteller – wird als umweltfreundliche Alternative verkauft. Doch bei der Erzeugung dieses Gewebes kommen zahlreiche Chemikalien zum Einsatz. Dies führt zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden bei den Arbeitern, aber auch bei den Menschen, die in der Nähe der Fabriken wohnen, wie beispielsweise im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh.

Vier Millionen Tonnen Textilien landen in Europa jedes Jahr in der Mülltonne. Von den Altkleidern wird nur knapp ein Prozent recycelt. Die Modebranche will glauben machen, dass sie nachhaltiger wird, aber tatsächlich passiert genau das Gegenteil.

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