Leinen: Einzigartig natürlich

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Diese Faser hat es in sich…

Schon in der Antike wurde Leinen (auch Flachs genannt), als Textilpflanze angebaut. Die einjährige Kulturpflanze hat weiße oder blaue Blüten und gedeiht besonders gut auf lehmigen Böden. Die Aussaat erfolgt zwischen März und Mitte April, schon etwa 70 Tage nach der Aussaat zeigen sich in der Regel die ersten Blüten und etwa 30 Tage später sind die Pflanzen erntereif.

Die Pflanze wird nicht abgeschnitten oder gemäht, sondern mit der Wurzel aus der Erde gezogen. Die gezogenen Pflanzen bleiben zunächst flach auf dem Feld liegen. Durch den Wechsel von Sonne, Tau, Regen und Bakterien beginnt ein Zersetzungsprozess, der die Holz- und Faserteile voneinander löst. Gelöste Nährstoffe können dabei vom Boden direkt wieder aufgenommen werden.

Verarbeitung

Nach der Trocknung werden die Fasern in einem mechanischen Prozess von den übrigen Pflanzenbestandteilen getrennt. Die Faser wird dann durch Kämmen und Ziehen zu Garn versponnen, dass in unterschiedlichen Feinheiten gefertigt werden kann – von rustikal / stark strukturiert bis hin zu feinstem Leinengarn mit dem berühmten Glanz. Charakteristisch sind die kleinen Unebenheiten im Garn, die auch als Leinenflamme oder -flamé bezeichnet werden.

Innere Werte: Die Ökobilanz

Früher wurde Leinen vererbt – Tisch- oder Bettwäsche aus der Naturfaser war so langlebig, dass sie an die nächste Generation weitergegeben wurde. Und aus Omas alten Bettlaken entstand dann nicht selten auch noch das ein oder andere Kleidungsstück oder Wäschesäckchen.

Leinen ist von Beginn an äußerst genügsam. Die Pflanze erfordert wenig Aufmerksamkeit, Düngemittel oder Pflege, da sie aufgrund ihrer Struktur nicht anfällig für Schädlinge ist. Sie kommt mit wenig Wasser aus, der Bedarf wird auf etwa ein Viertel von dem einer Baumwollpflanze geschätzt.

Natural „No Waste“: Auch hier kann Leinen punkten, denn jeder Teil der Pflanze findet Verwendung! Neben der Produktion von Garn für die Textilproduktion wird aus den groben Pflanzenteilen Stroh, Papier oder Matten hergestellt, die Leinsamen sind essbar und werden auch zur Ölherstellung verwendet.

Der ökologische Fußabdruck ist also bemerkenswert:
Und natürlich ist Leinen auch biologisch abbaubar.

Pflege

Wenn du Kleidungsstücke mit ähnlichen Farben zusammen wäschst und sie mit einem ökologischen Waschmittel ohne optische Aufheller pflegst, bleiben sie lange schön und behalten ihre Leuchtkraft. Vor der Wäsche auf links ziehen und schonend waschen. „Leinen will schwimmen“: Am besten wäschst du Leinen in reichlich Wasser oder nutzt nur die Hälfte bis zwei Drittel des maximalen Füllgewichts der Waschmaschine. Leinen ist grundsätzlich eine kochfeste Faser, gefärbtes Leinen sollte aber max. bei 40° gewaschen werden. Nach der Wäsche feucht in Form ziehen und zum Trocknen auf einen Bügel oder ein Wäschereck hängen, die trockene Hitze des Wäschetrockners bekommt dem Gewebe nicht gut. Wenn du die Kleidungsstücke noch leicht feucht und von links bügelst, verschwinden die Knitterfalten und die Fasern werden wieder schön glatt.

Wir wünschen dir viel Freude mit unserer Leinenmode!

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