Statement zur Verwendung von Alpakawolle

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Wir nehmen Stellung:

Zu den Vorwürfen der PETA zu Tierschutzverletzungen in den Anden, im Detail auf der Mallkini Farm in Peru

In diesen Tagen kurisieren Videos mit Aufforderungen des Boykotts von Alpakawolle. Initiator ist die PETA, die in ihren Artikeln und Schreiben von massiven Verletzungen gegen den Tierschutz spricht.

Auch wir waren zunächst geschockt von den Darstellungen und sind natürlich der Meinung, dass Tierquälerei sofort gestoppt werden muss, sie darf auf keinen Fall Unterstützung erfahren.

Wir kennen allerdings ein vollkommen anderes Bild von den Verhältnissen vor Ort.

In den Anden hat das Zusammenleben mit Alpakas eine lange Tradition – seit Jahrtausenden spielen die Tiere eine zentrale Rolle in der Andenkultur. Das Leben mit den Tieren gehört zur Identität der Kleinbauern, die aus der Wolle der Tiere ihren Lebensunterhalt beziehen. Die Bauern führen ein ursprüngliches, bescheidenes Leben im Einklang mit der Natur und behandeln die Tiere mit höchstem Respekt, denn sie haben den Status von Familienmitgliedern. Das ganze Jahr über leben die Tiere in kleinen Herden frei in der Umgebung des jeweiligen Bauern und werden nur einmal im Jahr zur Schur zusammengetrieben. Die gewonnene Wolle wird zum Teil direkt für den eigenen Bedarf verwendet und zum anderen Teil zur Weiterverarbeitung an unabhängige Genossenschaften geliefert, zu denen sich die Kleinbauern zusammengeschlossen haben.

Seit der Gründung von Alma & Lovis bieten wir Alpakaprodukte an, standen und stehen auch heute in einem engen vertrauensvollen Verhältnis zu unseren Produzenten, mit denen wir auch nun umgehend Kontakt aufgenommen haben, um die Sachlage zu klären.

Die beschriebene Mallkini-Farm ist unseren Produzenten bekannt. Die Anlage beinhaltet ein Hotel und dient als Touristenattraktion. Daher werden auf dem Gelände deutlich mehr Tiere gehalten, als es normalerweise üblich ist. Man könnte es als eine Art Massentierhaltung bezeichnen, da die Tiere sich, ähnlich wie in einem Zoo, nicht in ihrem natürlichen Lebensraum aufhalten und außerdem ausgebeutet werden.

Wir können versichern:

  • Unsere Produzenten und somit auch wir beziehen KEIN Garn von dieser Farm.
  • Unsere Produkte stehen in keinerlei Zusammenhang mit den dortigen Geschehnissen.

Es ist leider Tatsache, dass weltweit Tiere aus Profitgründen leiden – Damit wir sicher gehen können, dass das nicht passiert prüfen wir bei jedem Lieferanten das Umfeld und die Lieferkette sehr sorgfältig. Diese Sorgfalt spiegelt sich auch in unseren Preisen wider: Wir verwenden nur hochwertige Wolle und betreiben kein Preisdumping. Mit unseren Produkten bieten wir verantwortungsvolle Qualität.

Anmerken möchten wir außerdem, dass die von der PETA verwendeten Zahlen nach unseren Kenntnissen nicht richtig sind. Unseren Informationen nach beträgt das Volumen der Mallkini Farm nur 0,15% des Gesamtmarktes. Neben dem Branchen-Riesen Mitchell, der Betreiber dieser Farm ist, gibt es zum Beispiel auch die Firma Inka Tops, die nach unseren Informationen sogar einen größeren Marktanteil als Mitchell hat, dazu kommen noch die unabhängigen Genossenschaften.

Mit unserer Produktionszusage haben wir uns den Unternehmen und Menschen vor Ort verpflichtet – und sehen keinen Grund, diesen Verpflichtungen nicht nachzukommen. Wir wollen nicht diejenigen für die Taten anderer bestrafen, die sich seit Jahren unermüdlich für eine faire Gesellschaft einsetzen, wie dies beispielsweise viele unserer Lieferanten in Peru machen. Denn mit der allgemeinen Aufforderung, alle Alpakaprodukte aus dem Programm zu nehmen, würde einem großen Teil der Bevölkerung die Lebensgrundlage entzogen. Neben der Garngewinnung leben vor allem zahlreiche Frauen von der Weiterverarbeitung und Verstrickung der Ware.

Aufgrund der pauschalen Anschuldigungen und den Forderungen der PETA sind nicht nur unsere Produzenten alarmiert, sondern auch andere Verarbeiter teilen die von uns skizzierten Befürchtungen. Dazu liegen uns Stellungnahmen vom BOARD OF DIRECTORS – INTERNATIONAL ALPACA ASSOCIATION, dem Ministerium für Export und ein Statement von Puno, der größten Alpaka Region Perus vor, die wir am Ende des Artikels zum Download zur Verfügung stellen.

Zusammenfassend möchten wir festhalten:

  1. Die beschuldigte Mallkini Farm hat einen sehr geringen Anteil (ca. 0,15%) am Markt von Alpakawolle.
  2. Unsere Produzenten beziehen kein Garn von der beschuldigten Farm.
  3. Das Garn und unsere fertigen Alpakaprodukte stammen aus zertifizierten Betrieben, die in keinerlei Zusammenhang mit Tierrechtsverletzungen stehen.
  4. Mit unserer Produktionszusage haben wir uns den Unternehmen und Menschen vor Ort verpflichtet – die vertragliche vereinbarte hohe Qualität wird von unseren Produzenten vollumfänglich erbracht.
  5. Aus diesen Gründen halten wir Ihre Forderung für ungerechtfertigt – eine Auslistung der Produkte ist für uns keine Option.

Wir sind uns unserer Verantwortung als Marke bewusst und treffen alle Maßnahmen, um das Tierwohl soweit wie möglich zu schützen. So stammt zum Beispiel auch unsere Wolle nur aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und ist mulesingfree.


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